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Ausstellungsbesuch in Kašperské Hory

29.09.2020 Bayerwaldbote, PNP

Nachdem fast alle Aktivitäten des Kulturvereins Über d`Grenz Corona-bedingt ausfallen mussten, schickte sich eine kleine Gruppe des Vereins mit Ivan Falta an, wieder ein Lebenszeichen zu setzen. Auf Einladung der Organisatoren einer Ausstellung im Böhmerwaldmuseum in Kašperské Hory  (Bergreichenstein) besuchten sie diese sehenswerte Ausstellung mit dem Titel   „Natur am Scheide weg – Veränderungen  in der biologischen Vielfalt der letzten 50 Jahre“.  Die Kuratorin Zuzana Jonová und Ivan Lukeš, Zoologe und Naturwissenschaftler des Museums führten die kleine Gruppe fachkundig durch die Ausstellung. Sie zeigt die Eingriffe und den Einfluss des Menschen auf die Umwelt, aber auch Möglichkeiten und Wege zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Region des Böhmerwaldes und des Bayerischen Waldes. Neben fantastischen Fotografien und Exponaten steht für Kinder und Erwachsene auch ein interaktives Quiz bereit. Die interessanten Texte zu den Bildern sind durchgehend in deutscher und tschechischer Sprache verfasst, dazu wird eindrucksvolles Zahlenmaterial verarbeitet. Man ist schon sehr betroffen, wenn man die Aufzählung der bereits verschwundenen oder stark bedrohten Arten studiert und daneben dann die Bilder dieser Schätze unserer Natur bewundern kann. Unterstützt wird die Ausstellung auch vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond, Veranstaltungspartner auf der deutschen Seite ist der Kulturverein Über d`Grenz. Frau Rita Hagl-Kehl, MdB (Parlamentarische Staatssekretärin ) tritt im Verwaltungsrat des Zukunftsfonds für dieses Projekt ein und freut sich, dass dieses Projekt hilft, Vorurteile abzubauen und stattdessen länderübergreifende Brücken zu bauen; in einer Presseerklärung hat sie  allen Engagierten gedankt, die sich für die deutsch-tschechische Zusammenarbeit undFreundschaft einsetzen.

Begeisterung erweckten die eindrucksvollen Tierfotografien, die allevon Ivan Lukeš  selbst stammen.  Auf die Frage, wie man solche Fotos schafft, meinte er nur „ man braucht vor allem sehr viel Sitzfleisch und Geduld“, was wohl  untertrieben ist, denn der richtige Blick ist auch nötig. Seine fachkundigen Erklärungen machten den Besuch der Ausstellung zu einem Erlebnis für die Besucher. Es ist eventuell auch geplant, die Ausstellung im nächsten Jahr auch auf deutscher Seite zu zeigen, was auch vom Zukunftsfond befürwortet würde, aber Corona-bedingt muss man die Entwicklungen noch abwarten. Auf jeden Fall kann man die Schau in Bergreichenstein allen Interessierten von deutscher Seite sehr empfehlen; auch ein wunderschöner Fotokalender wurde zur Ausstellung erstellt.

Die bayrischen Besucher fuhren dann zusammen mit den tschechischen Freunden zum Mittagessen in die Chata Rovina und  wurden danach auf einer kleinen Wanderung zur Guntherkapelle und zum Guntherfelsen begleitet von wissenschaftlichem  Mitarbeiter RNDr Luděk Bufka. Seine Erklärungen zu  Ziele und Methoden  der Arbeit im Nationalpark  Šumava genossen die Teilnehmer mit einer wunderschönen Aussicht auf die Ausläufer des Böhmerwaldes. Besonders die Erkenntnisse über die Vielfalt des Bodenlebens beeindruckten. Zuzana Jonová  berichtete noch Interessantes über das Gnadenbild in der Kapelle. Den Abschluss des eindrucksvollen Tages bildete der Blick auf das verfallende Haus des „berittenen Doktors“ in Pustina,  einer Gestalt aus einer der Geschichten von Emil Kintzl.

Doris Thomas, Verein Über d`Grenz