Presse/Noviny

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Deutsch-tschechisches Treffen am Zwercheck

14.09.2022

  1. Deutsch-tschechisches Treffen am Zwercheck war eine Erinnerung an die Legende des Böhmerwaldes

Die diesjährige Veranstaltung war nicht nur ein Treffen von Nachbarn aus beiden Grenzländern, sondern auch ein Gedenken, eine Würdigung und ein Dank an Emil Kintzl, eine Persönlichkeit, die zu Lebzeiten zur Legende wurde und in diesem Frühjahr im Alter von 88 Jahren an den Folgen eines Zusammenstoßes mit einem Skifahrer starb.

Das grenzüberschreitende Treffen fand am Standort der ehemaligen Juránek-Hütte auf der tschechischen Seite des Zwerchecks statt. In diesem Jahr wird der 100. Jahrestag der Eröffnung der ersten Hütte gefeiert. Sie wurde 1922 erbaut und später erweitert. Heute ist sie nur noch eine Ruine. Sie befand sich auf einer Höhe von 1330 m und war die höchste Berghütte des Landes. Sie war über den so genannten Arnova-Weg erreichbar, der von Rozvodí zwischen dem Berg Špičák und der Seewand verlief und an einer wichtigen Kreuzung von Wanderwegen lag. Auf der Piste in der Nähe wurden sogar Skirennen ausgetragen - der 1. Großer Preis von Böhmerwald (1935). Das Gebiet ist nun geschützt, entweder als Naturdenkmal, nationales Naturschutzgebiet oder sogar als "besonders geschütztes Naturgebiet". Das gesamte Gebiet ist daher für Touristen von der tschechischen Seite aus gesperrt, während von der bayerischen Seite aus markierte Wanderwege hierher führen, obwohl das Gebiet ebenfalls unter einer ähnlichen Regelung wie die tschechische geschützt ist.

Unter den zahlreichen Teilnehmern befanden sich auch Vertreter der umliegenden bayerischen Gemeinden. Sie hielten kurze Ansprachen, in denen sie sich für die Einladung bedankten. Sie äußerten sich einhellig positiv über grenzüberschreitende Aktivitäten in Form von Begegnungen von Bewohnern beider Seiten der Grenze.

Der Bürgermeister von Lam, Paul Roßberger, betonte, dass der Naturschutz notwendig und wichtig sei, dass aber die touristischen Aktivitäten nicht eingeschränkt werden sollten, wenn dies nicht unbedingt notwendig sei. Die Grenzgemeinden brauchen den grenzüberschreitenden Tourismus und begrüßen seine Entwicklung. Ähnlich äußerte sich Hermann Kaml als Vertreter von Franz Müller, des Bürgermeisters aus Lohberg. Man wünschte sich sowohl die Durchlässigkeit der grenzüberschreitenden Wege und Pfade als auch deren mögliche Erneuerung. Unter den Teilnehmern waren die Bürgermeister von Železná Ruda, die Bürger aus Bayerisch Eisenstein und aus dem Zwieseler Winkel anwesend.

Die Hauptorganisatoren waren der Reisezielverein Železná Ruda in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Offener Böhmerwald. An der 13. tschechisch-deutschen Veranstaltung am Zwercheck nahmen auch Mitglieder des Kulturvereins Über d' Grenz aus Zwiesel teil, der bereits seit mehreren Jahren Partner dieses Treffens ist.

Fotos Václav Chabr

Jahreshauptversammlung 2022

Endlich, nach einer weiteren Corona-Pause, trafen sich 20 Mitglieder des Zwieseler Kulturvereins „Über d`Grenz“ (mehr als in den letzten Jahren) zu ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthof Kapfhammer. Die 1. Vorsitzende Susanne Vilsmeier-Wenzl hieß alle Mitglieder herzlich willkommem und berichtete dann über die zurückliegenden Aktivitäten, die aufgrund der Lage sehr eingeschränkt waren. Zunächst war man im Herbst 2021 zuversichtlich gestartet, es gab eine Böhmerwaldwanderung zum Reindlhof, einen Galeriebesuch in Eisenstein und einen gut besuchten und von Emil Kronschnabl bestens organisierten Musiknachmittag mit einem Musikantentreffen mit zwei tschechischen Gruppen und den eigenen Musikanten im AWO-Saal. Alle weiteren geplanten Aktivitäten (Tschechisch-Stammtische, Weihnachtslieder-Singen…) fielen Corona zum Opfer. Nach längerer Pause traf man sich dann erst wieder im Juni, es gab eine Wanderung und einen Tschechisch-Stammtisch in Železná Ruda. Einen herzlichen Dank richtete die Vorsitzende an Alle im Verein, die zum Gelingen der Veranstaltungen beitrugen mit der Hoffnung auf weitere Unterstützung. Auch die stets hilfsbereiten Bürgermeister von Eisenstein und Železná Ruda und die Verantwortlichen vom Naturpark schloss sie in den Dank ein.

Der Kassenbericht von Max Straub war entsprechend der eingeschränkten Aktivitäten sehr kurz, der Bestand hat sich kaum verändert und die Kassenprüfer fanden eine tadellose Kassenführung vor. So konnten der Kassier und der Vorstand einstimmig entlastet werden. Die folgenden Neuwahlen leitete Emil Kronschnabl als Wahlleiter souverän, im Vorstand gab es keine Änderung:

1.Vorsitzende Susanne Vilsmeier-Wenzl , 2. Vorsitzender Ivan Falta, Kassier Max Straub, Schriftführerin Doris Thomas. Als Kassenprüfer fungieren weiter Josef Weiß und Klaus Herzog und als Beisitzer wurden Magdalena Proft, Franz Schauberger, Inge Schiedermeier, Anni Rimpler und Willi Weinberger bestimmt.

Es folgte noch eine Vorschau auf geplante Ereignisse, natürlich noch unverbindlich, wie Kirchweih in Kašperské Hory, Treffen am Zwercheck,  Grenzlandfestbesuch, Vereinsausflug (eintägig) Galeriebesuch, gemeinsame Fahrt mit Deggendorfer Stammtisch nach Velhartice und der BB-Sonntag, geplant für den 25.9. sowie  das Weihnachtsliedersingen. Alle Veranstaltungen werden auch auf der Homepage des Vereins angekündigt, es bleibt nur zu hoffen dass sie auch stattfinden können.

Bayerisch-Böhmisches Musikantentreffen

10.11.2021

Einen Musiknachmittag vom Feinsten bekamen alle geboten, die der Einladung des Vereins Über d`Grenz am Sonntag Nachmittag in den AWO-Saal gefolgt waren. Ein gut gefüllter Saal mit Besuchern, die alle die 2G Bestimmungen erfüllt hatten begrüßte begeistert die einheimischen Über d`Grenz Musikanten, Emil Kronschnabl, Joe Weiss und Albert Oswald und die Kůrovci aus Bergreichenstein. In seiner Begrüßung betonte Kronschnabl, dass gemeinsames Essen, Trinken, Spielen und Singen die beste Verbindung „von unten“ zwischen zwei Kulturen bildet. Auch wenn die Sprache immer noch trenne, so brauche Musik keine Sprache. So legten die Über d`Grenz Musiker auch gleich los mit einer Komposition von den Stoiber Buam und anderen beliebten Stücken der heimischen Volksmusik, auch zum Mitsingen war so manches Bekanntes dabei. Sodann übernahmen die Kůrovci, zu Deutsch die Borkenkäfer, die ihren Namen daher haben, dass 3 von ihnen aus Berufen stammen, die mit Wald und Holz zu tun haben, nur einer ist Bäcker, der kann die anderen versorgen. Vaclav Siegl, Jaroslav Novy, Pepa Luvar Und Pepa Mráz mit dem Vozembouch, der Teufelsgeige, spielten auf und sangen dazu, wie es in Böhmen noch viel öfter üblich ist, als bei uns. So hatten sie auch viele Lieder im Programm, zu denen es sowohl einen deutschen als auch einen tschechischen Text gibt, wie die „Rosamunde“, den „schwarzen Zigeuner“ und natürlich das Böhmerwaldlied. Das brachte Stimmung in den Saal und auch bei tschechischen Texten konnten einige Sprachkursbesucher mithalten. Mit großem Hallo wurde dann die dritte Musikgruppe begrüßt, die bekannte Švejk-band aus Pilsen. Die Band tritt ja in verschiedenen Zusammensetzungen auf, Corona-bedingt hatten sie auch umstellen müssen.  Der Chef der Gruppe, Milan Benedikt Karpíšek (Geige, Banjo, Waschbrett und Gesang) brachte Honza Kubík (Steirische Harmonika) und Jaroslav Kopejko (Fagott) mit. Kopejko trat als täuschend echter Soldat Švejk auf, man meinte, er sei direkt aus dem Kinofilm mit Muliar entsprungen. Das vielseitige Trio bot beste tschechische Folklore, teils Stücke aus dem alten Prag, aus Böhmen ,aus Mähren, vieles mit Gesang. Da hat sich wohl mancher im Saal gewünscht, mehr für seine Tschechisch-Kenntnisse getan zu haben, aber letztlich ist durch die Musik allein vieles verständlich und die Freude und Fröhlichkeit, die in den Liedern steckt, konnte voll vermittelt werden. Nun spielten die drei Gruppen abwechselnd und erfüllten auch Wünsche aus dem Publikum, das begeistert mitging. Den krönenden Abschluss bildete der gemeinsame Auftritt aller drei Gruppen mit Škoda Laska, wobei  es den  Teufelsgeiger nicht mehr am Boden hielt, und er auf den Tisch sprang, um die Musiker besser anfeuern zu können.  Nach dem gemeinsamen „Zirkus Renz“ war dann leider endgültig Schluß . Es ist nur zu hoffen, dass solche Veranstaltungen künftig wieder öfter und ohne Einschränkungen möglich sind, der Verein wird sein Möglichstes dazu tun, darin waren sich die Mitglieder einig.

Ins Büchelbachtal

02.11.2021

Wenn sonst nicht viel geht und steigende Coronazahlen nichts Gutes verheißen, ist ein Aufenthalt an der frischen Luft immer noch das Beste. Dies sagten sich auch die Teilnehmer einer kleinen Wanderung, die Johannes Matt vom Naturpark für den Kulturverein Über d`Grenz veranstaltete. Bei strahlendem Sonnenschein ging es in der morgendlichen Kälte vom Bahnhof in Eisenstein aus ins Böhmische hinüber in das Büchelbachtal, an dessen Eingang die Reste einer alten Allee in strahlendem Herbstgold die Wanderer begeisterten. Hier ist auch der Nachbau eines Glasofens zu sehen, wie er ehemals von den Wanderglashütten im Tal errichtet wurde. War das Holz in der Umgebung aufgebraucht, zog die Hütte  weiter und ein neuer Ofen wurde errichtet. Nun ging es weiter am Büchelbach, der Svarožna, entlang zu einer ehemaligen Kaserne der Grenzwacht. Diese ist noch relativ gut erhalten und gehört zur Zeit einer Gruppe der Scouts, den Junior-Pfadfindern der Truppe „Otterfährte“, die dort Ferienfreizeiten verbringen- ohne Handyempfang!  Dies ist doch  eine schöne Nutzung der ehemaligen Überwachungseinrichtung. Vom ehemaligen Reindlhof, einem stattlichen Bauernanwesen aus der Vorkriegszeit, ist nur noch wenig zu sehen. So stiegen die Wanderer über einige Steinhaufen im Wald und fanden schließlich die Reste eines gemauerten Kellers. Ein altes Bild vom Reindlhof, das Johannes Matt vorzeigen konnte, gab eine Ahnung vom früheren Leben. Wohl weil das Anwesen im Grenz-Sperrgebiet lag, blieb kaum ein Stein auf dem anderen,  auch deswegen, dass Flüchtlinge keinen Orientierungspunkt hatten. Der Weg führte weiter durch den Wald über zauberhafte Lichtungen, die wechselweise den Blick auf Falkenstein und Rachel oder den Arber freigaben. Abschließend gab es eine verdiente Stärkung auf der sonnigen Terrasse des Lokals „U Larvu“ und nicht mehr alle schafften es rechtzeitig zurück zum Bahnhof, wo Johannes Matt noch zum Vortrag „Arber im Jahresverlauf“ eingeladen hatte.

Auf historischen Wegen in Böhmen

29.10.2021

Die schon traditionelle Herbstwanderung des Kulturvereins „Über d´Grenz“ Zwiesel e.V. führte heuer nach Cenkova Pila (Winzensäge) im Böhmerwald. Zwischen Rejsteijn und Srni (Rehberg) liegt dieser romantische kleine Ort am Zusammenfluss von Vydra und Krmelna (Kieslingsbach). Bereits seit 150 Jahren wird dort Strom erzeugt. Neben der „neuen“ Anlage ist auch das alte, ursprüngliche E-Werk noch zu besichtigen. Die Turbine und der Generator von Brown-Boveri wurden 1870 eingebaut und laufen ohne Störung heute noch. Vom Sägewerk ist leider nur noch ein Haus mit Ferienwohnungen übrig geblieben. Der bekannte tschechische Komponist Bedrich Smetana (Mein Vaterland) verbrachte hier in Cenkova Pila seine Urlaube. Weiter ging es den Fluss Vydra hinauf nach Srni. Auf ca. 950 m Höhe wurde dort der viele Kilometer lange Chitnitz-Tettauer Schwemmkanal gebaut. Um 1880 war das durch den Wald und über Stock und Stein führende Bauwerk mit einer Tiefe von ca. 2 Meter in reiner Handarbeit eine riesige Schinderei. Aber die Holztrift war damals ein lukratives Geschäft. Nach einem rustikalen, böhmischen Essen ging es wieder auf die Heimreise. Nun warten wir auf den Gegenbesuch unserer tschechischen Musikantenkollegen zum bayerisch-böhmischen Musiknachmittag am 7. November in Zwiesel.

Lebenszeichen vom Verein Über d`Grenz

27.09.2021

Nach langem Corona-bedingtem Stillstand hielt der Verein Über d`Grenz in Zwiesel seine Jahreshauptversammlung ab, die im vergangenen Jahr entfallen musste. Über Aktivitäten war leider nicht viel zu berichten, der Gedenkveranstaltung am 3.2.2020 für 30 Jahre Menschenkette in Bayerisch Eisenstein folgte eine lange Coronapause, die nur durch zwei kleine Veranstaltungen im Herbst unterbrochen wurde. Im März 2021 liefen einige Kontakte über Videokonferenz und erst im Juli traf man sich wieder mit beschränkter Teilnehmerzahl in Kašperské Hory und  ab September wurden wieder Stammtische abgehalten. Vorsitzende Susanne Vilsmeier-Wenzl freute sich, dass trotzdem die Mitglieder dem Verein die Treue gehalten haben und bedankte sich bei allen, die zum Vereinsleben beitragen. Mit neuen Planungen war man vorsichtig, weil nicht klar ist, was bei den gegebenen Bedingungen überhaupt stattfinden kann, waren doch die Highlights wie Bayerisch-Böhmische Sonntage und Musikveranstaltungen immer mit vielen Menschen auf engem Raum verbunden. 2. Vorsitzender Ivan Falta stellte einige mögliche Pläne vor, man war sich aber einig, dass konkret erst kurzfristig geplant werden kann, dies möchte man bei regelmäßigen Stammtischen besprechen.

Eine kleine Aktion fand sodann gleich am nächsten Tag in der Galerie Kuns(t)räume in Bayerisch Eisenstein statt. Gemeinsam besuchte man die Sonderausstellung N-akt. Nach einer kurzen Einführung von Emil Kronschnabl über die Geschichte der Darstellung des menschlichen Körpers, beginnend von Venusfigurinen aus der Frühzeit des Menschen über das antike Griechenland bis hin zur Renaissance und der Moderne bewunderten die Teilnehmer  die Vielseitigkeit der Ausstellung. Besondere Beachtung fanden auch die Darstellungen im Dachgeschoss, wo in der Galerie vertretene oder ihr nahestehende Künstler ihre Werke  zu diesem Thema präsentieren. Bei einer abschließenden Einkehr in der Schmugglerhütte wurden Pläne für weitere Treffen geschmiedet.

Ausstellungsbesuch in Kašperské Hory

29.09.2020 Bayerwaldbote, PNP

Nachdem fast alle Aktivitäten des Kulturvereins Über d`Grenz Corona-bedingt ausfallen mussten, schickte sich eine kleine Gruppe des Vereins mit Ivan Falta an, wieder ein Lebenszeichen zu setzen. Auf Einladung der Organisatoren einer Ausstellung im Böhmerwaldmuseum in Kašperské Hory  (Bergreichenstein) besuchten sie diese sehenswerte Ausstellung mit dem Titel   „Natur am Scheide weg – Veränderungen  in der biologischen Vielfalt der letzten 50 Jahre“.  Die Kuratorin Zuzana Jonová und Ivan Lukeš, Zoologe und Naturwissenschaftler des Museums führten die kleine Gruppe fachkundig durch die Ausstellung. Sie zeigt die Eingriffe und den Einfluss des Menschen auf die Umwelt, aber auch Möglichkeiten und Wege zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Region des Böhmerwaldes und des Bayerischen Waldes. Neben fantastischen Fotografien und Exponaten steht für Kinder und Erwachsene auch ein interaktives Quiz bereit. Die interessanten Texte zu den Bildern sind durchgehend in deutscher und tschechischer Sprache verfasst, dazu wird eindrucksvolles Zahlenmaterial verarbeitet. Man ist schon sehr betroffen, wenn man die Aufzählung der bereits verschwundenen oder stark bedrohten Arten studiert und daneben dann die Bilder dieser Schätze unserer Natur bewundern kann. Unterstützt wird die Ausstellung auch vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond, Veranstaltungspartner auf der deutschen Seite ist der Kulturverein Über d`Grenz. Frau Rita Hagl-Kehl, MdB (Parlamentarische Staatssekretärin ) tritt im Verwaltungsrat des Zukunftsfonds für dieses Projekt ein und freut sich, dass dieses Projekt hilft, Vorurteile abzubauen und stattdessen länderübergreifende Brücken zu bauen; in einer Presseerklärung hat sie  allen Engagierten gedankt, die sich für die deutsch-tschechische Zusammenarbeit undFreundschaft einsetzen.

Begeisterung erweckten die eindrucksvollen Tierfotografien, die allevon Ivan Lukeš  selbst stammen.  Auf die Frage, wie man solche Fotos schafft, meinte er nur „ man braucht vor allem sehr viel Sitzfleisch und Geduld“, was wohl  untertrieben ist, denn der richtige Blick ist auch nötig. Seine fachkundigen Erklärungen machten den Besuch der Ausstellung zu einem Erlebnis für die Besucher. Es ist eventuell auch geplant, die Ausstellung im nächsten Jahr auch auf deutscher Seite zu zeigen, was auch vom Zukunftsfond befürwortet würde, aber Corona-bedingt muss man die Entwicklungen noch abwarten. Auf jeden Fall kann man die Schau in Bergreichenstein allen Interessierten von deutscher Seite sehr empfehlen; auch ein wunderschöner Fotokalender wurde zur Ausstellung erstellt.

Die bayrischen Besucher fuhren dann zusammen mit den tschechischen Freunden zum Mittagessen in die Chata Rovina und  wurden danach auf einer kleinen Wanderung zur Guntherkapelle und zum Guntherfelsen begleitet von wissenschaftlichem  Mitarbeiter RNDr Luděk Bufka. Seine Erklärungen zu  Ziele und Methoden  der Arbeit im Nationalpark  Šumava genossen die Teilnehmer mit einer wunderschönen Aussicht auf die Ausläufer des Böhmerwaldes. Besonders die Erkenntnisse über die Vielfalt des Bodenlebens beeindruckten. Zuzana Jonová  berichtete noch Interessantes über das Gnadenbild in der Kapelle. Den Abschluss des eindrucksvollen Tages bildete der Blick auf das verfallende Haus des „berittenen Doktors“ in Pustina,  einer Gestalt aus einer der Geschichten von Emil Kintzl.

Doris Thomas, Verein Über d`Grenz